Volle Leistung für die Schule

Sep 4th, 2009 | By admin | Category: Lernen aber richtig

Lernen soll Spaß machen. Falsche Ernährung macht schnell müde und unkonzentriert

Lernen soll Spaß machen. Falsche Ernährung macht schnell müde und unkonzentriert

Das straffere Schulsystem mit Turbo-Abitur, der enorme Druck bei Klausuren, zu große Klassen und überforderte Lehrer sind einige der Gründe, warum unsere Kinder heutzutage den schulischen Anforderungen kaum noch gerecht werden. Die Pisa Studien decken die Mängel schonungslos auf, die mehr oder weniger direkt mit dem deutschen Bildungssystem zusammen hängen. Die Eltern wollen das allerbeste für ihre Kinder, müssen aber aufgrund fehlender Informationen meist tatenlos und frustriert zusehen, wie der Nachwuchs den (eigenen) Ansprüchen nicht gerecht wird.

Hinzu kommt, dass immer mehr Kinder unter Lern- und Konzentrationsstörungen leiden. Etwa 20 Prozent der Kinder sind bereits davon betroffen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um vorübergehende, entwicklungsbedingte Probleme oder dauerhafte Lernstörungen wie z.B. das Zappelphilippsyndrom (ADHS), die Lese-Rechtschreibschwäche oder die Rechenschwäche handelt.

Obwohl wir für unseren Nachwuchs mit Sicherheit immer das Beste wollen, tun wir aus Unwissenheit oder aus Mitgefühl mit den „armen“ Kindern oft genau das Falsche. Wir verhätscheln sie und gehen Deals mit ihnen ein, „wenn du jeden Tag eine Stunde Vokabeln lernst, bekommst du das neue Computerspiel…“

Das andere Extrem finden wir bei den Eltern, die nichts dem Zufall überlassen wollen. Sie bringen bereits die Allerkleinsten in private Kindertagesstätten, in denen strengere Maßstäbe angelegt werden und wo sie schon im zarten Vorschulalter auf den Ernst des Lebens eingestimmt werden sollen. Frei nach dem Motto: „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“. Bei manch einem stellen sich bei solch ambitionierten Projekten die Nackenhaare auf und es darf die berechtigte Besorgnis geäußert werden, dass durch diese Art von Leistungsdruck nur die Ellbogengesellschaft gefördert und das soziale Verhalten sowie die Kreativität der Kinder mit Füßen getreten wird.


Wo können wir den Hebel ansetzen?

Hebel Nummer eins: Veränderung an den Schulen. Zugegeben, die könnte noch etwas auf sich warten lassen, das sollte uns aber nicht davon abhalten etwas Druck zu machen um Lehrer, Direktoren und kommunale Politiker dafür zu sensibilisieren. Wir sollten mit unserer Erziehung und unseren Lehrplänen eben nicht versuchen, die Kinder zu verbiegen und sie in Schubladen zu stecken. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und seine ganz besonderen Fähigkeiten. Unser Schulsystem ist leider noch nicht in der Lage alle Fähigkeiten zu fördern geschweige denn zu erkennen. So werden Kinder, die unter Legasthenie, dem Aufmerksamkeits Defizit Hyperaktivitäts Syndrom (ADHS) oder auch einfach nur unter Konzentrationsmangel leiden häufig als weniger intelligent eingestuft, ohne dass zuvor nach nach den Ursachen geforscht worden wäre. Dabei stellt sich bei entsprechender Förderung häufig heraus, dass viele dieser „Zappel Philips“ überdurchschnittlich begabt sind und sich einige mit dem normalen Stoff nur gelangweilt haben. Andere haben ihre Fähigkeiten in ganz anderen Gebieten, bei ihnen ist eine andere Form der Intelligenz vorherrschend, die unglücklicherweise nicht in diesem eindimensionalen Schulsystem gemessen werden kann.

Doch lassen Sie uns nun auf zwei wirklich mächtige Hebel blicken, die jeder für sich sofort und ohne Zutun anderer Personen in Bewegung setzen kann. Die Zunahme der Lern- und Konzentrationsstörung kann im Wesentlichen auf zwei Punkte reduziert werden: ein lernschädliches Umfeld einerseits und die Minderversorgung der Kinder mit entsprechender hirngerechter Ernährung andererseits.


Zum lernschädlichen Umfeld gehört z.B. ein ungeeigneter Arbeitsplatz in der Küche oder im Wohnzimmer, der ständig Ablenkung bietet. Eine andere, aber wesentlich mächtigere Art der Ablenkung, oder sollte man besser sagen der Ruhigstellung, ist das Fernsehen.  Nur wenige Dinge wirken sich so hinderlich auf die geistige Entwicklung der Kinder aus, wie unkontrolliertes und zur Sucht gewordenes Fernsehen. Ähnlich verhält es sich im Umgang mit dem PC bzw. den Spielekonsolen. Die Berieselung mit den elektronischen Medien schläfert das eigene Denkvermögen ein und wirkt sich nachteilig auf die Phantasie der Kinder aus.

Gerade zu einem Zeitpunkt in der sich das Netzwerk der Gehirnzellen für die Zukunft entwickelt und gierig nach neuen Verbindungen sucht, bekommt es geistige Magerkost serviert, die weder herausfordert noch bildet. Die hirn- und anspruchslose TV-Unterhaltung fordert dem Gehirn so gut wie nichts ab. Alles geschieht von alleine und das Denken übernimmt der Serienheld. Ganz wichtig! Fernseher gehören nicht ins Kinderzimmer.


Computerspiele stehen dem meist in nichts nach, solange es sich nicht um Strategiespiele oder andere Spiele handelt, die das Denkvermögen trainieren können. Solche Programme gibt es tatsächlich, wie z.B. Gehirnjogging, Sudoku, Brettspiele wie Schach oder Mühle etc.  Aber auch hier gilt. Nie länger als max. 1 Stunde vor dem PC. Grundsätzlich sollte beim Umgang mit elektronischen Geräten immer Vorsicht geboten sein. Alle Geräte strahlen elektromagnetische Felder ab, auf die sensible Kinder unterschiedlich stark reagieren können.

Betrachten wir nun den vielleicht mächtigsten Hebel, der uns dabei hilft, die Lern- und Konzentrationsstörungen unserer Kinder wesentlich zu verbessern – die hirngerechte Ernährung. Das liegt daran, dass man sich lange Zeit keine Gedanken mehr über die Qualität der Lebensmittel gemacht hat. Wenn das Kind hungrig war, bekam es zu essen. Wie es um die Qualität dieser Lebensmittel bestellt ist, muss im Zuge ständig neuer Lebensmittel- und Gammelfleischskandale nicht speziell erörtert werden. Da sich die Lebensmittelchemiker aber alle Mühe geben, schlechte und mindere Qualität durch allerlei chemische Zutaten und Konservierungsstoffe gut aussehen und riechen zu lassen, werden wir ständig über die wahre Qualität hinweg getäuscht – und das bereits bei den Lebensmitteln, die gesetzeskonform in den Regalen der Supermärkte stehen. Leider ist das, was die meisten von uns und unser Nachwuchs täglich zu sich nehmen nicht gerade sehr erbaulich und hilfreich für die Entwicklung des Gehirns. Wenn es überhaupt einer wissenschaftlichen Bestätigung dafür bedurft hätte, ist sie jedenfalls seit längerem hieb und stichfest. in mittlerweile zahllosen Studien belegen Wissenschaftler unterschiedlichster Forschungsfelder immer wieder die Bedeutung der Ernährung im Zusammenhang mit der geistigen Entwicklung, Intelligenz und Verhaltensstörungen. Egal von welcher Seite man die Problematik der Ernährung auch betrachtet, alle kommen zu dem gleichen Schluss – für die gesunde geistige Entwicklung der Kinder ist eine hirngerechte Ernährung eine Grundvoraussetzung.


Von der Geburt bis zur Pubertät vergrößert sich das Gehirn um das sechsfache! Es ist nicht schwer sich vorzustellen, dass die Großbaustelle „Gehirn“ zu jedem Zeitpunkt über alle Materialien verfügen muss, um im richtigen Zeitfenster gebaut zu werden. Wenn die notwendigen Materialien fehlen, muss man eventuell auf minderwertige Ersatzstoffe zurückgreifen, die ihre Aufgaben nicht zu 100 Prozent wahrnehmen können, was sich in mehr oder weniger ausgeprägter Form in Lern- und Konzentrationsstörungen widerspiegelt. Wer aber einen Mangel an Gehirnbaustoffen erleidet, bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Daher ist es besonders wichtig, die Gehirnbaustoffe regelmäßig in bester Qualität zuzuführen. Wer es also gut mit seinen Kindern meint, sollte sich intensiv mit der Ernährung seiner Kinder und natürlich auch mit seiner eigenen auseinander setzen. Denn nur wer mit gutem Beispiel voran geht, wird auch bei seinem Nachwuchs die nötige Akzeptanz zur Veränderung in den Ernährungsgewohnheiten finden.


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One Comment to “Volle Leistung für die Schule”

  1. bruce sagt:

    ovation@emile.simmered” rel=”nofollow”>.…

    tnx!…

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